So eine Präparationswerkstatt muss gelegentlich mal grundlegend gewartet werden. Neben den regelmäßigen Pflegearbeiten an den Geräten und Werkzeugen, die man nach jeder Nutzung durchführen sollte, gibt es auch einige, die in deutlich längeren Intervallen anfallen.
Heute habe ich mich mit dem Ölwechsel bei unserem Kompressor beschäftigt. Der sollte laut Hersteller jährlich stattfinden. Wir haben in unserer Werkstatt einen Panther 300-100 Silent mit Wartungseinheit im Einsatz. Auf dem Tank finden sich sechs Motoren, für die jeweils einzeln der Ölwechsel durchgeführt werden muss. Dieses Gerät gehört schon eher in die Profiliga und ist sicherlich nicht für jeden Wohnungsarbeitsplatz geeignet. Für uns waren diverse Variablen kaufentscheidend. Insbesondere der tatsächlich sehr leise Geräuschpegel beim Druckaufbau. Das Gerät steht direkt neben unseren Arbeitsplätzen. Wir können dennoch gefahrlos ohne Gehörschutz arbeiten. Auch unsere Nachbarn danken uns diese Investition. Außerdem erzeugt das Gerät ausreichend Luftabgabeleistung, um auch bei höchsten Drücken noch komfortabel Sandstrahlen zu können. Bei geringeren Drücken und damit auch geringeren erforderlichen Luftabgabeleistungen, können wir gleichzeitig unseren Sandstrahlarbeitplatz und den Stichelarbeitsplatz nutzen.
Weiterhin gibt es für dieses Gerät eine automatische Wartungseinheit, die das Ablassen von Kondenswasser aus dem Druckbehälter übernimmt und gleichzeitig sehr zuverlässig Öl und Wasser abscheidet. Die an die Endabnehmer abgegebene Luft ist damit trocken und sorgt für den optimalen Einsatz der Geräte.
Um den erforderlichen Ölwechsel durchführen zu können, kann man die Motoren jeweils einzeln vom Tank abschrauben und das alte Öl abgießen oder aber man verwendet eine Ölpumpe und spart sich einen Teil der Fummelarbeit, da nur die obere Motorenabdeckung für einen leichteren Zugang abgeschraubt werden muss.
Als Öl kommt ein spezielles Kompressoröl auf Silikonbasis zum Einsatz. Je Motor werden rund 300-400 ml benötigt, um wieder einen ordentlichen Füllstand zu erreichen. Das alte Öl muss über entsprechende Annahmestellen fachgerecht entsorgt werden. Kleinere Mengen aus privatem Bestand können in Hamburg kostenfrei am Recyclinghof abgegeben werden.
Bei dieser Arbeit können und sollten auch gleich die Dichtungen der Motorgehäuse kontrolliert und alle Oberflächen des Kompressors vom Gesteinsstaub befreit werden.
Unser Kompressor ist nun wieder „Frühlingsfrisch“ und ich freue mich auf seinen nächsten Einsatz!
Wie pflegt Ihr Euren Kompressor?! Habt Ihr ein ölgeschmiertes Gerät im Einsatz oder eines ohne Öl?!
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